Einrichtung einer Kantine, Teil 4: Lohnt sich eine Kantine?

Wir kennen niemanden, der nicht gerne isst. So geht es auch vielen Unternehmen, die sich genau aus diesem Grund entschließen, den Mitarbeitern durch die Einrichtung einer Kantine einen Mehrwert zu bieten. So spart sich jeder in der Pause den Weg nach draußen und kann ohne Aufwand eine warme Mahlzeit genießen.

 

Was spricht dafür?

Besonders große Betriebe sind oft in industriellen Stadtteilen gelegen, die nur wenige (wenn überhaupt) attraktive Möglichkeiten für einen Lunch bieten. Das Problem wird gelöst, indem man einfach eine eigene Lösung auf dem Gelände schafft.

Darüber hinaus unterstützt der Staat diesen Schritt mit verschiedenen Steuervorteilen. Der Arbeitgeber hat so die Möglichkeit, einen Essenszuschuss zu gewähren, und so Lohnsteuer und Sozialversicherungskosten zu sparen. Auch für den Mitarbeiter sind solche Benefits steuerfrei, sodass beide Seiten profitieren.

 

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Was kostet dieser Vorteil?

Das Projekt “Kantine” startet bereits mit einem, wenn auch einmaligen, riesigen Kostenfaktor: den Bau, Umbau- und Einrichtungskosten. In der Regel müssen mehrere hundertausend Euro investiert werden, um den entsprechenden Raum großküchenfreundlich zu konzipieren. Zahlreiche Richtlinien geben vor, worauf hierbei geachtet werden muss - von gefliesten Böden bis hin zu Platzvorgaben, getrennten Verarbeitungsbereichen und Regelungen zur Müllentsorgung.

Was in ungefähren Kosten auf ein Unternehmen zukommt, kann sich anhand von den Unternehmenskantinen von Philips, Helm AG und der Mensa der Würzburger Uni errechnen. Die hohe Anzahl an Mitarbeitern und Studenten verlangt ein ebenso große Kantine und damit verbundene, hohe Kosten. Für den Bau der 1.688 m² großen Mensa wurde laut Wikipedia 11 Mio. Euro ausgegeben, für Philips Mitarbeiterkantine rund 2,6 Mio Euro für 2,400 m².

 

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Die preislichen Unterschiede lassen sich durch Neubau, Inneneinrichtung und Küchenequipment erklären. Denn nach der kostspieligen Innenarchitektur, kommt die Einrichtung. Großküchengeräte sind teuer, genauso wie die nötigen Theken, Möbel und Arbeitsmaterialien.

Webseiten wie “helden am bau” geben einen Überblick über Baukosten einer Kantine. Pro 100 m² kann der Preis dabei zwischen 100.000 € wie bei Philips und 400.000 € wie bei der Kantineneinrichtung eines Hamburger Bürogebäudes liegen. Bei Mensen sogar bis zu 600.000 €.

Natürlich kommt es auch darauf an, wie viele Mitarbeiter beschäftigt werden. Für eine Übersicht, wie viel Platz eine Kantine bieten sollte, gilt es die räumlichen Vorraussetzungen einzuplanen.

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Hinzu kommen die laufenden Kosten, die sich monatlich wiederholen. Waren- und Personalkosten schlagen hierbei am höchsten zu Buche, aber darüber hinaus kommen auch Strom, Wasser, Gas und Versicherung dazu und addieren sich schnell auf mehrere Tausend Euro im Monat.

 

Was spricht dagegen?

Eine Kantine beansprucht viel Platz, den Sie vielleicht anderweitig besser nutzen könnten. Fläche kostet Geld und Immobilien sind teuer - also macht es vielleicht finanziell mehr Sinn, den Raum für Büros zu nutzen, die für das Unternehmen wertvolle Umsätze generieren.

Auch die Warenkosten spielen eine wichtige Rolle. Tatsächlich ist die Verarbeitung frischer Produkte ist heute nicht mehr wirtschaftlich, sodass empfohlen wird, auf Fertig- oder Halbfertigprodukte zurückzugreifen. Zwar ist dies einfach und günstig, aber Frische und Qualität leiden. Das bekommen auch die Mitarbeiter zu spüren, die sich selten über Kartoffelsalat aus dem Eimer und matschige TK-Klopse freuen.

Sind diese beiden Faktoren für Sie tragbar, bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass von staatlicher Seite strenge Regeln für gastronomische (Groß-)Betriebe gelten. Diese müssen zu jeder Zeit eingehalten werden. Mit einem überraschenden Besuch vom Gesundheitsamt muss immer gerechnet werden. Läuft dabei etwas schief, wird es schnell teuer - oder der Betrieb wird gar geschlossen.

 

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Die Schlüsselfrage: Lohnt sich das?

Diese Frage muss jeder Betrieb selbst beantworten. Grundsätzlich gilt jedoch: Bei einem attraktiven Angebot in konkurrenzloser Lage ist mit einem Auslastungsfaktor von 50 - 70% zu rechnen. Eine weitere Faustregel besagt, dass eine eigene Kantine für kleinere Betriebe, deren Teilnehmerrate unter 75 Personen pro Tag liegen würde, nicht tragbar ist. Hier empfiehlt es sich also, eine andere Lösung zu finden.

 

Was sind die Alternativen?

Wer seinen Angestellten trotzdem mehr als das Wurstbrot von zu Hause bieten möchte, kann heutzutage auf eine Reihe moderner Lösungen zurückgreifen. Kleine Betriebe nutzen neben dem klassischen Pizzaservice zum Beispiel gerne Kühlschränke, die von bestimmten Anbietern zur Verfügung gestellt und regelmäßig mit Snacks befüllt werden.

 

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Sobald ein paar Dutzend Mitarbeiter am Start sind, ist es sinnvoll, eine smartere und vielseitigere Lösung anzustreben. Smunch ersetzt das Angebot einer traditionellen Kantine fast identisch, jedoch ohne finanzielles Risiko, Aufwand oder Fertigprodukte. Und den Platz, den die Kantine auf Ihrem Gelände einnehmen würde, kann man ja einfach für etwas Anderes nutzen. Einen Pingpong-Tisch für das Verdauungs-Match nach dem Essen zum Beispiel.

 

Egal, welche Lösung Sie wählen - wir wünschen guten Hunger!

Das Smunch Team

 

 

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