“Alle Wege führen nach Frankfurt.” Hä? Einmal im Meeting versprochen, gerade dann, wenn man in einer hitzigen Argumentation war und noch eine Stunde später ist es unangenehm.

In Vollzeitanstellung verbringst du rund ⅓ deines Tages auf der Arbeit. Umso wichtiger ist es gerade am Arbeitsplatz ‘psychologische Sicherheit’ zu schaffen.

Psychologische Sicherheit? Das klingt wie ein weiterer erfundener Begriff, der Interaktion verkompliziert. Dabei geht es nicht darum zu allen immer nett zu sein, sondern vor allem um eins: ein Arbeitsfeld in dem man keine Demütigung zu fürchten hat.

 

Scham und Mobbing am Arbeitsplatz


Doch wie sorgt man für psychologische Sicherheit?

Wir stellen dir ein paar Möglichkeiten vor, die im Handumdrehen zu mehr Sicherheit, Vertrauen und Kreativität bei der Arbeit führen!

 

Kommunikation auf einer Ebene

Konflikte und hitziger Ideenaustausch sind selbst in einer harmonischen Atmosphäre nie ausgeschlossen. So unterschiedlich die Meinungen auch sein können, du solltest dennoch von einer gemeinsamen Basis ausgehen.

Es gibt ein simples Motto, das du bei jeder Interaktion im Hinterkopf behalten kannst: “Mein Gegenüber ist wie ich.”

Auch sie möchte das Gespräch am liebsten mit gutem Gefühl verlassen. Auch er hat Hoffnungen, Ängste und Gefühle. Erstmal erscheint das offensichtlich und doch vergisst man es in angeregter Diskussion oft. Wenn du dir dieses Motto bewusster machst, gibt es Anreiz respektvoller miteinander umzugehen, da man auf einer Ebene miteinander umgeht.

 

Eine Gemeinschaft und doch individuell

 

Wie ich - Aber auch nicht

Nachdem wir dir mit dem ersten Punkt eine gemeinsame Basis ans Herz gelegt haben, folgt mit Punkt zwei eine fast gegensätzliche Aussage:

“Jeder ist individuell und sollte auch so behandelt werden.”

Natürlich braucht man dafür jedoch erst eine gemeinsame Basis, um Respekt und Offenheit zu entwickeln. Erst dann ist es möglich, den anderen dort abzuholen, wo er persönlich es braucht. Nicht jede möchte einen freundschaftlichen, lockeren Ton von ihrer Vorgesetzten, aber jede sollte sich sicher fühlen, ihre Bedürfnisse zu äußern.

So fühlt man sich mehr als Person wahrgenommen und weniger wie ein austauschbarer Mitarbeiter.

 

Feedback Kultur

Sei nicht nur offen für Kritik, frage danach!

Frage dein Team nach Feedback und Kritik

“Wie kann ich besser mit dir kommunizieren?”

Ebenbürdige Kommunikation zeigt Mitarbeitern, dass du ihre Meinung schätzt und deine eigene Schwächen eingestehen kannst. Gleichzeitig fühlt dein Gegenüber sich nicht angegriffen, wenn du selbst konstruktive Kritik übst.

Hilfreich ist auch nach Meetings zu fragen, ob die Art und Weise der Kommunikation angemessen formuliert war und der Kern der Aussage angekommen ist. So kann der Ton in späteren Gesprächen angepasst werden und Kritik wird nicht als Angriff sondern als Anstoß wahrgenommen.

 

Baue Vertrauen auf

Viel Kommunikation ist gut, offene Kommunikation noch besser!

Entscheidungen müssen nicht mit allen Mitarbeitern getroffen werden, wohl aber schnellstmöglich kommuniziert werden. So vermeidest du, dass Mitarbeiter sich nur untereinander trauen sich kritisch zu äußer oder sogar um ihren Arbeitsplatz fürchten.


Fühlst du dich sicher, dann fühlst du dich auch als Teil einer Gruppe. Das ermutigt, selbst mehr für diese Gruppe und für den Erfolg des Unternehmens zu tun. Denn man vertraut darauf, dass andere die gleiche Einstellungen haben, oder sich andernfalls trauen dies zu kommunizieren.

 

Riskiere Kreativität und Innovative Ideen auszusprechen

 

Riskiere es!

Sprichst du Ideen sofort aus, oder formulierst du erst alle Gedanken zu Ende, bis die Idee zu einem soliden Plan geworden ist?

Wenn man den Gegenüber schätzt und sich sicher fühlt, vertraut man auch darauf, dass man fehlerhaft sein kann. Dann muss eine Idee nicht vollständig sein, ein Argument darf Lücken haben. Das ist der Vorteil von psychischer Sicherheit. Du vertraust darauf, dass die Meinung anderer hilfreich ist und fängst schon früher an, sie einzuholen.

Damit kann man schneller und innovativer Zusammenarbeiten. Kreativität wird psychologischer Sicherheit keine Grenzen gesetzt.

 

Überprüfen und Wachsen

“Wie sicher bist du, dass du nicht verurteilt wirst, wenn du Fehler eingestehst?”

Diese Frage stellt man im Google HQ seinen Mitarbeitern, um deren psychologische Sicherheit regelmäßig zu überprüfen. Wie alles im Leben, ist auch das Aufrechthalten einer sicheren Atmosphäre ein andauernder Prozess.

Versuche in deinem Arbeitsfeld regelmäßig zu überprüfen, wie sich deine Mitarbeiter fühlen und welche Ideen sie selbst haben, um sich in der Zusammenarbeit wohler zu fühlen.

 

Als Team wachsen und Zufriedenheit prüfen

 

Das HR-Team von Smunch hat beispielsweise einen anonymen Fragebogen zur Überprüfung der Zufriedenheit ausfüllen lassen und danach feedback gegeben, das gezeigt hat, dass sie die Kritik verstanden haben und Prozesse anpassen. Auch in kleinen Gesten kann man überprüfen und wachsen. Beispielsweise wird in jedem Team-Meeting mit der Frage begonnen, wie sich jeder fühlt und ob jemanden etwas auf dem Herzen liegt.

Psychologische Sicherheit ist überhaupt nicht kompliziert, hat jedoch große Auswirkungen. Mit respektvoller und offener Kommunikation, verschwendet man weniger Zeit darüber nachzudenken welche Negativität bei kleinsten Fehlern auf einen einprasselt.

Damit hast du mehr Zeit für spaßigere und produktivere Aufgaben.

Wir hoffen, das gibt dir einen Anstoß zu überlegen, wie psychologisch sicher du und andere sich am Arbeitsplatz fühlen.

Bleibt glücklich und sicher!

Das Smunch Team

Sicherheit und Freude auf der Arbeit

 

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